Delikatess hoch zwei!

Es ist Sonntag (Tag 61), also wollte ich Sonntagsfrühstück vorbereiten, und auch eine Hauptspeise; also Rezept Nr. 63 und 64.  So reiste ich kurz nach Russland, weil ich endlich Buchweizenmehl und Rinderniere eingekauft habe.

Mit den Buchweizen-Pfannküchlein mit Kaviar und harten Eiern (Seite 628) – weniger den Kaviar – wurde eigentlich Brunch, es hat einfach so lange gedauert bis der Teig fertig war. Pfannkuchen machte ich nur drei Stück, damit mein Papa endlich frühstücken kann (ich habe ihn einige Aufgaben gegeben, damit er nicht zwei Stunden in der Küche hungrig herumlauert…).  Aber mehr konnte ich nicht machen, wenn ich wollte die Rindernieren in Zwiebelsauce mit Kartoffeln und Salzgurken (Seite 636) ohne Salzgurken – zu Mittag schon fertigmachen und nicht zum Abendessen.

Es ist aber so: die Induktionsplatte ist einfach zu stark! Kein Wunder dass sie für Kochvorführungen mit AMWAY Kochgeschirr nicht geeignet ist.  Auf die kleinste Stufe kocht das Essen auf Hochtouren, die Pfannkuchen brennen an… Nein, ich beklage mich nicht (ich wage es nicht mehr) ich bin sehr dankbar – ich beschreibe nur die Tatsachen.  Ich entschied mich Pauschalpfannkuchen im Backofen zu backen. Gut gelungen; sogar die kleine hat gerne davon gegessen!

Die Nieren sind auch genau wie beschrieben gelungen – sogar genauso wie im Bild.  Falls jemand sich wundert, warum ich kaum Bilder einstelle, hat damit auch die Erklärung: fast alle Gerichte sehen genau wie im Bilder aus; und die welche nicht so aussehen sind nicht das Bild Wert.

Kaum war ich mit den Nieren fertig – die übrigens wie Hühnerleber schmecken – telefoniert mein Mann mit der großen Tochter. „Ach so, du kochst Rindernieren.  Willst du Aurora mal fragen wie das geht?“ Ich dachte sie hänseln mich; aber tatsächlich, sie kaufte Rinderniere weil sie sowas nie gegessen hat und wollte wissen wie sie schmecken. Prompt schickte ich ihr eine Kostprobe mit einer Kopie des Rezeptes für internen Gebrauch (solange ACTA nicht gibt…).  Ich habe vergessen ihr zu sagen, dass sie wie Hühnerleber schmecken; ich frage mich, wieso schmecken Rinderniere wie Hühnerleber?

Mein Papa hat sich nichts mehr gefragt; er hat alles mit Genuss aufgegessen. Zwiebelsuppe und Zwiebelsoße mit Kartoffel… Ups, man soll vielfältig kochen.

Mein Mann hat in der Soße noch gekochtes Rindfleisch dazu gemischt (das Fleisch den ich eigentlich für den morgigen Podharksa vorbereitet habe).  Meine Tochter kommentierte nur: „Du kochst niemals etwas was mir auch schmeckt“. Stimmt; Hühnerleber schmeckt ihr nicht, warum sollen denn Rinderniere ihr schmecken? Zwiebelsoße und Zwiebelsuppe schon gar nicht… Morgen bekommt sie wieder die belgische Fritten, die liebt sie.

Notkochen am Sabbat

Obwohl heute Sabbat war, musste ich ein Süppchen kochen – Rezept Nr. 62 am 60. Tag, sonst wird mein Papa unzufrieden herumlaufen. Ich wählte eine schnelle auch aus Italien: Bäuerliche Tomatensuppe mit Zwiebeln und geröstetem Brot (Seite 356).  Und siehe da, es wurde daraus meine selbst erfundene Zwiebelsuppe mit Tomaten!  Na gut, ein wenig schärfer als ich es immer kochte, aber ohnehin, es ist genau das was ich an einem Wintertag selbst gebastelt habe, weil alle Husten hatten und Zwiebeltee schmeckt eh keinem.  Ich dachte schon seit einigen Tagen, es wäre an die Zeit wieder Zwiebelsuppe zu kochen, weil das Wetter wieder mild wurde und es sind Schnupfen, Husten zu erwarten.  Nur wusste ich nicht wie ich das mit dem Zauberkochbuch mache … voilá!

Die Schärfe war überraschend… tränenwringend scharf.  Es lag vielleicht an die thailändischen Chilli, ähem… Ich milderte die Suppe für mein Papa mit Sauerrahm ab; er hat alles bis zum letzten Tropfen gegessen.  Danke hat er nicht gesagt (sic) aber lass hinter sich ein ausgeputzter Teller!

Blitzkochen auf Induktionskochfeld

Tag 59, Rezept 61 und ich bin begeistert! Endlich habe ich die Kochgeschwindigkeit wieder.  Ich verstehe noch immer nicht warum so wenige Hausfrauen skeptisch sind bezüglich Induktionskochfelder. Es ist die ideale Lösung für das günstige Kochen mit Strom.  Das Essen wird genauso schnell fertig wie mit Gasherd, nur Strom ist ein Drittel im Preis; noch dazu, weil es viel weniger dauert, ist eine erhebliche Stromersparnis gegenüber E-Platten. Ja, und Zeitersparnis – habe ich schon erwähnt?  Ach ja, wenn die Platte nicht so schnell kaputt gehen würde… Ich glaube fast, dass meine Induktionsplatte ein Fabrikationsdefekt hatte – ich habe sie zum halben Preis bekommen.  Es wird sich herausstellen; übrigens, der Techniker kommt schon am Montag.  Offensichtlich meine Dankbarkeit für eine bessere Kochgelegenheit hat einiges ausgelöst.

Und das Essen? Ja, die Kartoffel-Käse-Pfanne aus dem Friaul mit Montassio (Seite 406) war (fast) im Nu fertig, hat allen sehr gut geschmeckt. Nur hatte ich kein Montassio Käse, ich nahm Gouda; und ich verwendete auch Rosmarinzweige. Hauptsache der Speck war richtig. Wenn ich wüsste wie ich mein Mann davon abhalten soll, den Speck roh zum Frühstück zu essen…

Übrigens, ich wollte schon immer Kartoffel mit Käse überbacken mal kochen, aber bisher haben meine Kochkünste niemals für etwas wirklich gut-schmeckendes gereicht. Ich bin mit dieses Rezept höchst zufrieden und nehme ich ihn in mein Repertoire gerne auf.

Auf Sonderwunsch habe ich auch amerikanische Chocolate Chips Cookies für meine Tochter gebacken.  Überraschenderweise ist dieses berühmten typisch amerikanischen Keks gar nicht im Buch aufgenommen.  Ich bin enttäuscht; ich finde, es gehört zu den 1000 Rezepten die eine unbedingt mindestens einmal im Leben machen soll. Laut meiner Tochter werde ich das noch öfter machen. Ich suchte mir ein Rezept im Internet aus – solange ACTA nicht in Kraft ist, geht das ja noch.

Ein kleines Problemchen

Kein Herd: Tee in der Mikrowelle gekocht (Buh-Rufe bitte!), aufgetautes Essen, Kurs am Abend… ui, da habe ich echt ein Problem!

Ein wenig laterales Denken hat mich zu der Idee gebracht doch ein Induktionskochfeld auszuleihen.  Ich habe das tolle Kochgeschirr bei AMWAY gekauft und weil ich so begeistert war von der Kombination I-Cook Geschirr + Induktionsherd, haben auch meine Ansprechpartner ein Induktionskochfeld besorgt, allerdings waren sie nicht so begeistert wie ich.  So ruf ich sie an und tatsächlich, ich darf ihr Reservekochfeld für eine Woche benutzen.

Nur das Ganze ist zu spät entstanden dass ich heute noch was kochen könnte; aber morgen gibt’s was Gutes im Töpfchen: Kartoffel-Käse-Pfanne aus dem Friaul!

Rezept Nr. 60 (mit Augenzwinkern)

Ich habe noch Vorsprung bei Rezepte, also kochte ich heute auch nichts.  Doch ich schaffte ein Zauberkochbuch-Rezept. Wie? Ich kaufte Tiefkühl-Pommes und im Backofen habe ich (mit Augenzwinkern) die echte belgische Fritten (Seite 24) gebacken.  Zugegeben, Mayo habe ich keine dazu gemacht. Ich werde sicherlich noch auf dieses Rezept zurückkommen.  Aber genauso wie die belgische Fritten aus einer Not entstanden sind, so ist bei mir auch.  Draußen ist noch alles gefroren – obwohl der Föhn schon kräftig bläst und drinnen habe ich die Reserve E-Platte zum kochen auch nicht mehr, heute musste ich ihn zurückgeben.  Oh, habe ich mich zu sehr beschwert?  Wer für die Gaben nicht dankbar ist, wird ohne auskommen müssen…

Das Reserve-Induktionskochfeld ist bei Amazon bestellt, aber es kommt erst in drei Wochen; bis dann wird der Techniker auch schon da gewesen sein und hoffentlich funktioniert dann mein Herd. Für die Zukunft meiner Catering wird die Reserve schon brauchbar sein.

Kein-Bock-Tag

Der Eintopf ist ohne Zweifel für mehr als 4 Personen geeignet. Es gibt noch reichlich davon und ich möchte heute – am 55. Tag – meine Kochkünste und vor allem die Zeit nicht vergeuden.  Meine Induktionsplatte wird erst nächster Mittwoch repariert. Bis dann bin ich zufrieden mit der ausgeborgten E-Platte, zumindest kann ich einen Tee kochen.