Farbenwechsel mit Cepelinai

Ein kurzer Sprung nach Litauen macht ein Farbenwechsel am Tag 23 möglich: Gefüllte Kartoffelknödel Celpelinai mit Specksauce (S. 596) – Rezept nr. 28.

Weiße Knödel mit weiße Soße.

Kartoffelknödel – soweit ich mich erinnern kann, habe ich fast ausschließlich in Kantinen gegessen, wenn gerade nichts Besseres angeboten war. Einmal wollte ich ein schnelles Abendessen so kaufte ich die Tiefkühlversion. So oder so, waren die Kartoffelknödel immer eine pickige Angelegenheit, die Fleischfülle hat noch etwas an Genuss gerettet…

Da fragt man sich warum ich denn mir sowas antue, Kartoffelknödel von Grund auf zu kochen. Versprochen ist versprochen; jedes einzelnes Rezept des Buchen kommt einmal dran. Je früher desto besser.

So erlebte ich den feinen Unterschied; im ersten Linie den Unterschied zwischen fein-reiben und grob-reiben wie ich den Satz „Kartoffeln waschen, schälen und in eine Schüssel mit kaltem Wasser reiben“ las.

Also, mit kaltem Wasser kann man sicher nicht reiben, so nahm ich an, die Schüssel soll kaltes Wasser beinhalten, nur wusste ich nicht wie viel. Dann rieb ich alle Kartoffel grob.

Dann die eingeweichten grobgeriebenen Kartoffeln drückte ich so gut wie möglich aus – aber hey, kam nicht viel Flüssigkeit raus, dei waren grobgerieben. Stärke war schon etwas da. Ich sollte ein gekochtes Kartoffel auch „in die Schüssel pressen“ über den Sieb. Haha, das kann man mit einer mehligen Kartoffel tun, aber ich hatte fertig gekochte speckige Kartoffel und ich war zu faul die mehligen zu kochen.  Lösung: ich rieb die gekochte Kartoffel auch grob, damit es Einheit herrscht.  So: und jetzt sollte die Mischung aus Stärke, und grob geriebene roh- und gekochte Kartoffel zu einem Teig den ich flachdrücken soll und füllen soll! Ha-ha. Gut dass ich ein Zerkleinerer habe – dadurch sind die Kartoffeln endlich zu der richtigen Feinheit gekommen. Aber jetzt war alles zu naß. So gab ich Stärke und Mehl in Unmengen dazu; doch alles wurde nur dickflüssig. Egal- das Rezept muss funktioneren, also: mit Löffeln, viel Mühe – und viel Patzen – schaffte ich einen Zepelin, die restlichen wurde zu einfachen runden riesigen mit zu wenig Fleisch gefüllten Kartoffelknödel.

Die Specksoße ist echt gut. Die werde ich wieder machen, denn sie hat mein Gericht gerettet.

Bon Appetit.

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